In den Niederlanden und in Deutschland verwenden wir aufgrund der alternden Bevölkerung und des steigenden Pflegebedarfs immer mehr Medikamente. Einige dieser Medikamente gelangen über Urin und Fäkalien in die Kanalisation.

Die Abwasserreinigung kann bislang nicht vollständig verhindern, dass Arzneimittelrückstände in die Gewässer eingeleitet werden. Dies ist schlecht für die Gewässergüte und den aquatischen Lebensraum.

Projekt “Energieneutrale Beseitigung von Mikroschadstoffen (MiKRO)”:

Im Rahmen des durch das INTERREG-Programm Deutschland/Niederlande geförderten MiKRO-Projektes wurde nach konkreten Lösungen u. a. für folgende Fragestellungen gesucht:

  • Wie können wir die Menge an Mikroschadstoffen, einschließlich Arzneimittelrückständen, reduzieren?
  • Und wie kann zur Kläranlage abgeleitetes Abwasser so energieeffizient wie möglich gereinigt werden?

Konkret wurde im Rahmen des Projektes eine Kanalnetzsteuerung entwickelt, die es ermöglicht, die in die Kanalisation eingeleiteten Mikroschadstoffe zur Kläranlage abzuleiten, um diese dort aus dem Abwasser effektiv eliminieren zu können.

Insgesamt kann so die Reinigungseffizienz für Mikroschadstoffe verbessert werden. Großtechnisch umgesetzt wurde die Steuerungstechnik in Emmen (Niederlande) und in Rheine (Deutschland). Die Reduzierung der in die Gewässer eingeleiteten Mikroschadstoffen wirkt sich im Ergebnis positiv auf die Gewässergüte aus.

Parallel wurde untersucht, ob eine konstante Abwasserableitung positive Effekte auf eine möglichst energieeffiziente Reinigung des Abwassers haben kann.

Interaktive Abschlussveranstaltung

Am Donnerstag, den 10. Dezember 2020 findet die Online-Abschlussveranstaltung für das MiKRO-Projekt statt. Wir informieren Sie in der Veranstaltung über die entwickelten Lösungen
und zeigen, welchen Einfluss die erzielten Ergebnisse auch auf Folgemaßnahmen in den Niederlanden und in Deutschland haben können.

Anmeldung

Sie können sich über communicatie@vechtstromen.nl separat für Teil 1, Teil 2 oder für beide Teile der Abschlussveranstaltung anmelden. Haben Sie den Termin bereits als “Save the Date” akzeptiert? Melden Sie sich bitte auch in diesem Fall offiziell über die obige E-Mail-Adresse an. Im Anschluss erhalten Sie eine Anmeldebestätigung sowie weitergehende Informationen über die digitale Teilnahme an der Abschlussveranstaltung.

Wir sehen uns am 10.Dezember 2020.

Programmteil 1:

Die Ergebnisse des MiKRO-Projekts

09.15 Uhr Anmeldung und Technikprüfung
09.30 Uhr Begrüßung durch Erik Lievers (Vorstandsmitglied Lead Partner Wasserverband Vechtstromen)
09.40 Uhr Erläuterung des Programms durch Rob Bonte und Vorstellung der Projektpartner
09.50 Uhr MiKRO: Ergebnisse und Nutzen – Dr. Thomas Böning (Projektpartner INFA)
10.00 Uhr Video: Ansatz und Ergebnisse des MiKROProjekts
10.20 Uhr Ergebnisdiskussion der Projektpartner
11:00 Uhr Ende Teil 1 der Veranstaltung

Programmteil 2:

Bekämpfung von Mikroschadstoffen/Mikroplastik/Arzneimittelrückständen in den 2020er Jahren

11.20 Uhr Anmeldung und Technikprüfung
11.30 Uhr Begrüßung und Erläuterung Teil 2 des Programms
11.40 Uhr Zwei Pitches zu aktuellen Aktivitäten in den Niederlanden und in Deutschland, bei denen es darum geht, das Problem zunehmender Mikroverunreinigungen darzustellen.
12:00 Uhr Fragerunde, Mentimeterfragen
12.30 Uhr Kurze Pause
12.40 Uhr Zwei Pitches von Vertretern der Ministerien bzw. Bezirksregierungen, Darstellung der nationalen Mikroschadstoffstrategien
13:00 Uhr Podiumsdiskussion mit deutschen und niederländischen Vorstandsmitgliedern der Projektpartner, Vertretern von Ministerien und Forschern
13.30 Uhr Zusammenfassung der Ergebnisse
13.40 Uhr Schlusswort / Danksagung an die Partner
13.45 Uhr Ende Teil 2 der Veranstaltung

Der vorliegende „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020“ informiert zum zweiten Mal Medien, Politik und Wirtschaft und die interessierte Fachöffentlichkeit über die Leistungen, Strukturen, Ziele sowie die künftigen Perspektiven der deutschen Kreislaufwirtschaft. Das gesamte Themenspektrum reicht dabei von „A“ wie Abfallaufkommen bis „Z“ wie Zirkuläre Wirtschaft.

Seit der ersten Veröffentlichung des „Statusberichtes der deutschen Kreislaufwirtschaft“ im Jahr 2018 sind etwas mehr als zwei Jahre vergangen. In diesem kurzen Zeitraum haben jedoch wichtige Entwicklungen ihren Anfang genommen. Zum einen machen die nationalen und internationalen Diskussionen um die Circular Economy als neue Wirtschaftsform zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs deutlich, dass der Kreislaufwirtschaft künftig eine deutlich stärkere Rolle bei der Bereitstellung von Recyclingrohstoffen für den Wirtschaftskreislauf zukommen wird. Die Kreislaufwirtschaft wird in den kommenden Jahren zu einem zentralen Akteur der zirkulären Wirtschaft in Deutschland und Europa werden.

Die Voraussetzungen der Kreislaufwirtschaft dafür sind gut: Hohe Investitionen in Personal und Technik verbessern kontinuierlich die Standards der stofflichen und energetischen Verwertung, mehr als 310.000 qualifizierte und motivierte Beschäftigte arbeiten in rund 10.700 privaten und kommunalen Unternehmen auf allen Stufen der Wertschöpfung und erwirtschaften dabei einen Umsatz von rund 84 Mrd. € sowie eine Bruttowertschöpfung von rund 28 Mrd. €.

Zu den wichtigen Veränderungen gehört auch die Corona-Pandemie, die nicht nur die Leistungs- und Anpassungsfähigkeit der Branche, sondern auch ihre Systemrelevanz für die Funktionsfähigkeit des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Deutschland unter Beweis gestellt hat.

Wertvolle Ressourcen wiederholt nutzen und deren Verbrauch deutlich reduzieren – das ist die Vision der Circular Economy. Der zweite „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft“ liefert umfassende Daten und Informationen zur gesamten Branchentätigkeit. 15 Verbände, Vereine und Unternehmen haben den Statusbericht inhaltlich begleitet: ASA, BDE, BDSAV, BDSV, bvse, DGAW, InwesD, ITAD, IFAT, KdK, PlasticsEurope, VDMA, VDM, VHI und VKU. Realisiert haben den Bericht die Prognos AG und die INFA GmbH.

Prof. Dr.-Ing. Klaus Gellebeck wird am 17.11.20 ab 11 Uhr in dieser Pressekonferenz die Ergebnisse des Statusberichtes der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020 präsentieren. Diese Veranstaltung wird von der Messe München als Online Veranstaltung durchgeführt. Sie können sich über diesen Link für diese Veranstaltung registrieren.

Weitere Informationen zum Statusbericht 2020 finden Sie ab dem 16. November 2020 auf statusbericht-kreislaufwirtschaft.de